Schrittfrequenz und Schrittlänge


Welche Bedeutung hat eigentlich die Schrittfrequenz und Schrittlänge ?
Die Schrittfrequenz sagt aus wieviel Schritte Du in einer Minute hinter dich bringst. Bei wirklich guten Läufern ist eine Frequenz von ab 180 Schritten pro Minute zu beobachten. Bei Hobbyläufern hingegen werden oft viel niedrigere Frequenzen gemessen.
Warum ist die Schrittfrequenz nun wichtig? Neben der Schrittlänge ist die Frequenz wichtigster Faktor zur Ökonomisierung des Laufstils und zur Entwicklung der Geschwindigkeit. Also zum Freisetzen von Energie.
Deine Laufgeschwindigkeit setzt sich maßgeblich aus den nachstehenden Faktoren zusammen = der Schrittfrequenz und der Schrittlänge.
Wenn du jetzt sagst Geschwindigkeit ist mir beim Laufen völlig egal ich möchte einfach nur über einen gewissen Zeitraum also beispielsweise eine Stunde lang laufen können, da ist mir die Schrittfrequenz ganz egal, so ist das zwar erstmal nachzuvollziehen allerdings muss ich dir in dem Punkt widersprechen, dass die Schrittfrequenz unwichtig ist.

Folgendes Bild lässt sich nämlich bei Anfängern häufig beobachten: Hobbyläufer neigen zu einem oft starken Fersenlauf. Das Bedeutet ein gestrecktes Knie bei der Landung und damit verbunden ein nach vorne gezogener Schritt. Dadurch verlängert sich die Bodenkontaktzeit und die Frequenz sinkt. Die Ferse wird regelrecht in den Boden „gerammt“ und bremst den Läufer dadurch aus. Dieser Bewegungsablauf verbraucht viel unnötige Energie, welche eigentlich für die Fortbewegung umgesetzt werden sollte. Hier kannst du erkennen, dass häufig im Hobbylaufbereich unökonomisch gelaufen wird.Und unökonomisch bedeutet du setzt Energie ein die verpufft, weil sie nicht dem Vortrieb dient. Du musst also zusätzliche Kraft aufwenden, um die erforderliche Vorwärtsbewegung zu erzeugen. Das ist doch doof oder? Ziel sollte also sein bei möglichst geringem Aufwand möglichst viel Energie frei zu setzen. Ich finde das hört sich besser und leichter an.
Das gelingt mit dem häufig beobachteten Laufbild aber leider nicht , zumal die orthopädische Belastung bei einem andauernden Fersenaufsatz zu den typischen Läuferbeschwerden führt, weil sämtliche körpereigene Dämpfungssysteme mit dem Fersenlauf außer Kraft gesetzt werden.

Zu kurze Schritte sind natürlich auch nicht richtig. Schrittfrequenz hat natürlich auch etwas mit der Geschwindigkeit und Körpergröße zu tun. Wenn du das Gefühl hast, dich mit einem extremen Fersenaufsatz selbst zu bremsen, dann verkürze einfach mal deine Schrittlänge. Du wirst bemerken, dass du automatisch den Untergrund immer mehr mit dem Mittelfuss anstatt mit der Ferse berührst.
Wenn du mit einer hohen Schrittfrequenz unterwegs bist, wird die Zeit, mit der dein Fuß Bodenkontakt hat, verkürzt, was sich positiv auf die Laufökonomie auswirkt.
Ein gutes Beispiel ist hier auch der Ski Langläufer der sich mit seinen Stöcken abdrückt um Geschwindigkeit zu erlangen. Du wirst niemals sehen, dass er seine Stöcke weit vor seinem Körperschwerpunkt aufsetzt, weil er so keine Möglichkeit hat sich kraftvoll nach hinten raus abzudrücken. Nein er setzt seine Stöcke nahe dem Körperschwerpunkt auf und drückt sich nach hinten ab.
Genauso sieht es beim Laufen aus. Je weiter du den Fuss vor deinem Körperschwerpunkt aufsetzt, desto schwieriger und kraftraubender wird dein Schritt. Der Schritt sollte nach hinten raus länger werden und nicht wie es viele Anfänger machen nach vorne.
Merke dir einfach Vokuhila. Das ist nicht die neueste Läuferfrisur sondern bedeutet. Vorne kurz hinten lang.

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Kommentare: 1
  • #1

    Mia (Dienstag, 06 August 2019 15:17)

    Wann ist der nächste Kurs